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20.06.2019

Kaiser informiert Mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht

Nach Angaben des UNHCR, das am Mittwoch den aktuellen UN-Flüchtlingsberichts „Global Trends“ vorstellte, wurden zum 31. Dezember 2018 erstmals 70,8 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Asylbewerber weltweit gezählt. Das seien 2,3 Millionen betroffene Menschen mehr als ein Jahr zuvor - und doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Es ist zugleich die höchste Zahl von Flüchtlingen die UNHCR jemals gezählt hat.
„Zahlreiche neue Akteure, wie Entwicklungshilfeorganisationen, unterschiedlichste gesellschaftliche Initiativen und Einzelpersonen setzen sich tatkräftig und mit außergewöhnlichen Engagement für ihre Hilfe und Unterstützung geflüchteter Menschen ein. Aber noch immer ist die gesellschaftliche Diskussion über Flüchtlinge oftmals vergiftet und von Falschmeldungen geprägt. Mit der Realität haben derartige hetzerische Beschreibungen nichts zu tun. Denn die Anzahl der Asylanträge ist von 722.400 im Jahr 2016 auf 161.900 im Jahr 2018 deutlich zurückgegangen. Insgesamt waren in Deutschland zum Jahreswechsel 2018 1.063.800 anerkannte Flüchtlinge registriert, von denen die Hälfte aus Syrien (532.100) stammen, gefolgt vom Irak (136.500) und Afghanistan (126.000).
Dies macht deutlich, dass die Flüchtlingskrise in anderen Regionen und Ländern in viel stärkerem Ausmaß stattfindet: Etwa in Libanon, wo mehr als jeder Sechste ein Flüchtling ist, oder in Pakistan, Uganda oder dem Sudan. Das Ziel des UNHCR ist es immer, dass geflüchtete Menschen wieder nach Hause zurückkehren können. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Verbesserungen in der internationalen Zusammenarbeit bei der Beilegung von Konflikten und der humanitären Hilfe unabdingbar.“
(Frank Schwabe, menschenrechtspolitischer Sprecher)