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Vincent Sipeer,
19.07.2019

Praktikumsbericht Was Vincent Sipeer als Praktikant im Wahlkreisbüro erlebt

Von Mitte bis Ende Juli absolviert der junge Geraer Vincent Sipeer ein Praktikum im Wahlkreisbüro "Kaisers Demokratieladen" von Elisabeth Kaiser. Wie er das Team in der ersten Woche unterstützt und welche Erfahrung er bei den Termin im Ostthüringer Wahlkreis gemacht hat, lesen Sie in diesem Bericht von seiner ersten Woche:

Jugend und Parlament

In meinem bisherigen ehrenamtlichen Engagement beschäftigte ich mich hauptsächlich mit Kinder- und Jugendbeteiligung und politische Interessenvertretung für junge Menschen sowie politischer Bildung und Jugendhilfepolitik. Elisabeth Kaiser MdB traf ich erstmals im Juni 2018 in der Lobby des Deutschen Bundestages. Sie ermöglichte mir an „Jugend und Parlament“ teilzunehmen. Anhand von fiktiven Gesetzentwürfen simulierten mehr als 300 junge Menschen den mehrteiligen Prozess der Gesetzgebung des deutschen Parlaments.

Während des parlamentarischen Planspiels des Deutschen Bundestages bemerkte ich, dass ich beide Aktionsfelder eines Mitglieds des Bundestages kennenlernen möchte: den streng getakteten Sitzungsalltag in der Hauptstadt und die persönliche Kontaktpflege mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Vereinen im Heimatwahlkreis. Einige Wochen nach meiner Bewerbung auf ein zweiwöchiges Schülerpraktikum erhielt ich die erhoffte Zusage.

Erwartungen ans Praktikum

Der Zeitraum des Praktikums umfasst Mitte bis Ende Juli 2019. Ich hatte großes Glück. Da während der parlamentarischen Sommerpause keine Sitzungen stattfinden, blickte ich spannenden Terminen entgegen, die sich voll und ganz den Anliegen der Bürgerinnen und Bürger des Ostthüringer Wahlkreises Gera – Landkreis Greiz – Altenburger Land widmeten.

Meine Erwartungen an das Praktikum bestanden darin, dem „Team Kaiser“ in der Bewältigung der Büroroutinen hilfreich zu sein, Gespräche begleiten und Außentermine unterstützen zu dürfen. Im Gepäck hatte ich viele Fragen: Wie beantwortet das Team die Briefe von Bürgerinnen und Bürgern? Wie werden die zahlreichen Termine koordiniert? Wie kommuniziert die Abgeordnete mit Bürgerschaft und Öffentlichkeit? Die Neugier auf das Praktikum stieg von Tag zu Tag an.

Ankunft im Wahlkreisbüro: der erste Tag

Mein Praktikum begann am 15. Juli 2019 um 09.00 Uhr in „Kaisers Demokratieladen“, dem Geraer SPD-Wahlkreisbüro. Hier wurde ich rasch in das Team Kaiser, bestehend aus Büroleiter Marc-Manuel Moritz und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Peter Glotz, aufgenommen. Während der Morgenbesprechung wurden alle anstehenden Termine der Woche thematisiert, Verantwortlichkeiten verteilt und die Kommunikation über die sozialen Netzwerke abgestimmt. Ob Besuche in sozialen Einrichtungen, Beratungen mit Gewerkschaftsorganisationen oder Besprechungen mit Angestellten der Verwaltung – sämtliche Termine der Bundestagsabgeordneten werden durch das hauptamtliche Team genaustens vor- und nachbereitet.

Bereits am ersten Tag übernahm ich reguläre Aufgaben des Wahlkreisbüros, was mich sehr freute. Dazu gehörte die tägliche Presseschau, bei der die Regionalzeitung nach politischen Gesichtspunkten analysiert wird. Weiterhin übernahm ich Recherchen in Vorbereitung auf Gespräche und Außentermine, verfasste Terminankündigungen und pflegte zahlreiche Kontakte in die Datenbank ein.

Unterwegs im Wahlkreis

Ab Mittwoch unterstützte ich Elisabeth Kaiser und ihr Team bei Außenterminen im Landkreis Altenburger Land. Am Vormittag bauten Marc und ich für einen Bürgerdialog auf dem Marktplatz von Meuselwitz einen SPD-Stand auf. Diesen statteten wir mit Sitzboxen, Give-Aways, Broschüren der SPD-Fraktion sowie Flyer der Geraer Ausstellung des Bauhauses aus. Mit den Marktbesuchern erörterten wir Themen wie den Mindestlohn, den Strukturwandel, die Energiewende und die neugewählten EU-Personalien. Am Mittag in Mumsdorf informierten wir uns bei Erzieherinnen der örtlichen Kneipp-Kindertagesstätte über die Geschichte, den Bauzustand und die Pädagogik der Einrichtung.

Am Donnerstag begleiteten Peter und ich Elisabeth Kaiser auf einer Station der Sommertour des Ministerpräsidenten, die vorrangig ehrenamtliches Engagement thematisierte. In Altenburg nutzte Elisabeth Kaiser die Gelegenheit, um mit dem Ortsverband des Technischen Hilfswerkes, das für Zivil- und Katastrophenschutz sorgt, ins Gespräch zu kommen. Das Altenburger Folklore-Ensemble führte die anwesenden Politikerinnen und Politiker aus Bundes-, Landes-, Kreis und Kommunalpolitik in die traditionelle Mundart, die Trachten und das Festleben des Altenburger Landes ein.

Am Mittag in Löbichau, der westlichsten Gemeinde des Landkreises Altenburger Land, schilderten die engagierten Lehrerinnen und Erzieherinnen die drohende Schließung ihrer Bildungseinrichtung. Während des Ortsrundgangs besuchten wir eine Kirche und eine Feuerwache. Vor dem Bürgersaal in Löbichau verabschiedete die Schalmeienkapelle die Politikerinnen und Politiker mit Pauken und Fanfaren.

Spannende Einblicke

Innerhalb der ersten Woche meines Praktikums habe ich spannende Einblicke in die organisatorischen und kommunikativen Abläufe des Wahlkreisbüros gewonnen. Die aufschlussreichen und teils bewegenden Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort haben mir Freude bereitet. Mit Spannung sehe ich der zweiten Woche des Praktikums entgegen. Besonders freue ich mich auf Dienstag, den 23. Juli 2019, da Elisabeth Kaiser zur dritten Ausgabe von "Politik und Pizza" auf die Osterburg in Weida einladen wird.

Autor: Vincent Sipeer

Politik, Pizza und Briefeschreiben

Wie Vincent Sipeer das Team in der zweiten Woche unterstützt und welche Erfahrung er bei der jugendpolitischen Dialogveranstaltung „Politik und Pizza“ gemacht hat, lesen Sie in diesem Bericht.

Elisabeth Kaiser MdB und Vincent Sipeer