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19.07.2017

SPD-Bundestagskandidatin Elisabeth Kaiser besucht das Stadtteilbüro in Bieblach-Ost

Gera-Bieblach. Seit 22 Jahren leistet Steffi Nauber Stadtteilarbeit. Zuerst in Lusan und nun seit 16 Jahren in Bieblach. Am Dienstag dieser Woche hatte sie ihren Schreibtisch ins Freie verlegt. Sie führte ihre Bürgersprechzeit vor dem Stadtteilbüro durch. Gleichzeitig bot Steffi Hofmann vom Fachdienst Soziales hier eine mobile Anlauf- und Beratungsstelle für die Altenhilfe und Pflege an. „Dieses neue Projekt für die Stadtteile Bieblach-Ost, Bieblacher Hang und Lusan ist eine schnelle und persönliche Informationsquelle für Menschen, die Rat brauchen, wenn ein Angehöriger oder sie selbst zum Pflegefall werden oder die für sich selbst vorsorgen wollen“, erklärt Steffi Hofmann der SPD-Bundestagskandidatin Elisabeth Kaiser.

„Ich habe schon so viel Positives über die Arbeit von Frau Nauber gehört und gelesen - da musste ich einfach vorbeischauen. Mir ist es wichtig, dass wir allen Menschen die gleichen Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe, also auf Bildung, Freizeitaktivitäten, Beratung etc. ermöglichen. Leider ist das noch nicht überall Realität. Das Stadtteilbüro gleicht hier vieles aus und vermittelt. Mich interessiert, wie die Politik diese Arbeit besser unterstützen kann“, begründet Kaiser ihren spontanen Besuch.

„Bieblach ist im Bund- Länder- Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt“ aufgenommen und wird bei einer Vielzahl von sozialen, baulichen und gemeinschaftlichen Maßnahmen finanziell unterstützt.

Um den Stadtteil betreuen zu können, werden jährlich rund 61 000 Euro gebraucht. Zirka drei Viertel davon werden über die Städtebauförderung finanziert – den Rest übernimmt die GWB „Elstertal“.

Es war ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr“, berichtet Stadtteilmanagerin Steffi Nauber und nennt einige Zahlen rund um Bieblach und Bieblach-Ost. Allein im Stadtteilbüro in Bieblach-Ost fanden bis Ende Juni 184 Veranstaltungen mit 1628 Besuchern statt. In der Begegnungsstätte, in Bieblach waren es 234 Veranstaltungen mit 1549 Besuchern. Zu den geförderten Veranstaltungen gehören z.B. die Familiensportfeste der Kitas „Krümel“ und „Bummi“ sowie zwei Ausstellungen von Helmut Pock. Geplant sind im Oktober wieder eine „Woche der Generationen“ mit zahlreichen Projekten und natürlich weiterhin viele Veranstaltungen für unterschiedliche Interessenlagen.

Die Einbindung der Bewohner ist ein wesentlicher Bestandteil der Stadtteilarbeit. Umgesetzt wird das u.a. mit dem Stadtteilgremium Bieblach. Unter Leitung des Stadtteilbüros werden alle Vereine, sozialen Einrichtungen, Kitas, Schulen, Bildungsträger und Projektpartner regelmäßig eingeladen. Neben dem Austausch über ihre Arbeit und aktuelle Geschehnisse werden auch gemeinsame Aktivitäten geplant und realisiert. So z.B. das Osterfest und die Woche der Generationen, die zum 4. Mal in diesem Jahr stattfindet.

Im März gründete sich ergänzend dazu ein neues Netzwerk aller Träger, die in der Flüchtlingsarbeit in Bieblach tätig sind. Es trägt dazu bei, die Arbeit der einzelnen Träger zu koordinieren und effektiv arbeiten zu können. Im Ergebnis dessen entstand z. B. kürzlich ein Wegweiser / Übersicht in mehreren Sprachen mit allen Unterstützungs- und Beratungsangeboten.

„Wir nutzen das Netzwerk auch dazu, uns auszutauschen und nach Lösungen zu suchen, wie Konflikte vermieden und das Miteinander gefördert werden kann. Dabei leisten auch die Wohnungsunternehmen ihren Beitrag. Sie klären die neuen Mieter über ihre Pflichten und geltende Normen auf. Gut fanden wir im Netzwerk Flüchtlingsarbeit das Altenburger Beispiel eines Mieterführerscheins, den jeder neue Mieter mit Migrationshintergrund bei seinem Einzug erwerben und Verpflichtungen eingehen soll“ berichtet die Stadtteilmanagerin.

Steffi Nauber, die von vielen Menschen freundlich im Vorübergehen gegrüßt wird und mit ihnen ein paar schnelle Sätze tauscht, wird oft zu den verschiedensten Dingen gefragt. „Wir müssen die Bürger hören, ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen und das auch offen weiter geben. Darin sehe ich einen wesentlichen Bestandteil meiner Arbeit, den ich sehr ernst nehme“, so die Stadtteilmanagerin. Sie wünscht sich, dass soziale Arbeit stets finanziell gesichert ist und die Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf zukünftig weiter gefördert werden, um all die anstehenden Aufgaben lösen zu können. Aus der Mitgliedschaft in der Thüringer Arbeitsgemeinschaft Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesen sowie der Zusammenarbeit mit Amtskollegen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt weiß sie, dass es auch dort ähnliche Situationen gibt. An Elisabeth Kaiser als junge Kandidatin richtet sie die Bitte, immer auf Bürgernähe zu achten, um die richtigen Entscheidungen für die Menschen zu treffen. Das habe ihr in den 22 Jahren ihrer Arbeit in Stadtteilbüros immer geholfen.

Sprechstunde im Freien vor dem Stadtteilbüro in Bieblach