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Kampf für Gleichberechtigung geht weiter
12.11.2018

Kaiser: Mit einer Rose ist es nicht getan! - 100 Jahre Frauenwahlrecht

Vor 100 Jahren wurde am 12. November in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Daran erinnerte die Ostthüringer SPD-Bundestagsabgeordnete Elisabeth Kaiser am gestrigen Montag in Gera, als sie in der Fußgängerzone Rosen verteilte.

"Mit Rosen ist es nicht getan. Ich habe die Blumen genutzt, um mit Frauen ins Gespräch zu kommen. Das Frauenwahlrecht war eben keine Selbstverständlichkeit, wie man heute meinen mag. Es ist wichtig daran zu erinnern, dass die Rechte der Frauen hart erstritten wurden. Wahlrecht allein hieß noch lange keine Gleichberechtigung. Und auch heute ist diese noch nicht hergestellt. In der Politik muss Gleichberechtigung noch genauso erkämpft werden wie in Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur", betont Kaiser.

Es waren damals vor allem Sozialdemokratinnen, die das Frauenwahlrecht erstritten. "Wir bleiben dieser Tradition treu und kämpfen mit aller Kraft dafür, dass Frauen in allen gesellschaftlichen Belangen die Hälfte vom Kuchen bekommen", sagt Kaiser.

Die Feierlichkeiten stünden allerdings im Schatten der aktuellen Entwicklung: Der Anteil von Frauen im Bundestag sank von zuletzt 37 auf 31 Prozent in der aktuellen Wahlperiode. Ursache dafür sei der geringe Frauenanteil in den Fraktionen von Union, FDP und vor allem AfD. Die SPD-Abgerdnete fordert deshalb: "100 Jahre Frauenwahlrecht sind für die SPD ein politischer Auftrag: Die Hälfte der Abgeordneten im Bundestag muss weiblich sein!"