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17.09.2017

Pilzausstellung für Naturkundemuseum ist im Entstehen!

Gera. Die frischen Pilze in der Ausstellung verbunden mit einem Crashkurs in Pilzkunde fanden während des Erntefestes im Botanischen Garten am 17. September viele Interessenten. Auch Elisabeth Kaiser, SPD-Bundestagskandidatin aus Gera, erkundigte sich bei dem Pilzexperten, um für den nächsten Pilzgang gut gerüstet zu sein. Gleichzeitig entstanden vor Ort Pilze mit Ewigkeitshaltbarkeit. Rainer Michelsson, Präparator am Naturkundemuseum betupfte mit einem Pinsel in unendlicher Geduld und Genauigkeit den Stiel eines Silikon-Pilzes. Am Ende soll daraus ein Satanspilz entstehen mit grauweißem Hut und rotem Stiel. „Unsere Dauerausstellung Waldraum im Naturkundemuseum wird durch einheimische Pilze bereichert werden“, erklärt er. Aufklärung tue dringend not. Seinen Zuhörern und Zuschauern berichtete er vom tragischen Schicksal einer syrischen Familie aus Sachsen-Anhalt, die den Grünen Knollenblätterpilz offenbar zu wenig gekannt oder mit einer Pilzart ihrer Heimat verwechselt hatten. Schwere Vergiftungen waren die Folge. Der Präparator gestaltet zehn Röhren- und zehn Lamellenpilze. Als gefährliches Einzelexemplar wird der Grüne Knollenblätterpilz zu sehen sein. Diese Arbeit ist sehr aufwendig und kostenintensiv. Ohne Bemalung kostet allein das Material für einen Pilz rund 120 Euro.

Jeder Pilzsammler sollte seine Pilzernte zuvor auf Genießbarkeit und Ungefährlichkeit prüfen lassen.

Rainer Michelsson, Präparator am Naturkundemuseum (rechts)