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Christine Schimmel ,
13.07.2017

SPD-Direktkandidatin zur Bundestagswahl für Gera, Greiz und das Altenburger Land im „Haus des Kindes“ dem Kindergartenalltag auf der Spur

Gera. Ein Kindergarten ist wie ein Schiff. Es braucht einen Kapitän, der den Kurs vorgibt und die Matrosen an Deck, die wissen, wie die Segel zu setzen sind. Ein Paradebeispiel für gelingende Navigation besuchte gestern Elisabeth Kaiser, SPD-Direktkandidatin zur Bundestagswahl für Gera, Greiz und das Altenburger Land. Astrid Klaußner, Leiterin der AWO-Kita „Haus des Kindes“ in der Enzianstraße und Michael Hoffarth, Geschäftsführer des AWO Stadtverbandes Gera, standen ihr Rede und Antwort, bevor die Geraerin in einigen Kindergartengruppen hospitierte. „Familienpolitik und Kinderbetreuung liegen mir am Herzen. Ich möchte ein Gefühl bekommen, wie der Alltag hier aussieht. Den Besuch nutze ich aber auch, um mich in meinem Wahlkreis vorzustellen“, sagte Elisabeth Kaiser.

Im „Haus des Kindes“ werden momentan 229 Kinder von 37 Erziehern – davon drei männlich – betreut. In den 16 Gruppen zählt man 40 Kinder unter zwei Jahre. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft. Kommende Woche soll es deshalb ein Gespräch im Thüringer Bildungsministerium zur Erweiterung der Betriebserlaubnis geben. Fällt es positiv aus, dürften künftig 240 Kinder aufgenommen werden.

„Wir haben allein 20 integrative Plätze, die immer ausgelastet sind. Das ist für alle eine große Bereicherung“, erzählt Klaußner. Dazu kommen rund 15 Flüchtlingskinder, mit stark steigender Tendenz. Jeden Tag könnte sie neue aufnehmen, sagt die Kita-Leiterin. „Mit Flüchtlingskindern und deren Eltern machen wir gute Erfahrungen. Und auch bei den anderen Eltern kommt das gut an“, meint Michael Hoffarth und berichtet von Kooperationen mit dem Verein Akzeptanz, der Diakonie und Dolmetscher-Hilfen im Internet, die die Erzieher nutzen, wenn die Kommunikation mal schwierig ist.

Da sich die Einrichtung als Thüringer Eltern-Kind-Zentrum einen Ruf machen möchte, stehen die Familien mit im Fokus der pädagogischen Arbeit. „Es gibt sechs als Elternberater weitergebildete Kolleginnen, wir haben ein Elterncafé eingerichtet und analysieren jetzt eine Anfang 2017 durchgeführte Elternbefragung“, erzählt Astrid Klaußner.

Besucherin Elisabeth Kaiser interessierte unter diesem Gesichtspunkt auch die Personalausstattung. „Wir fragen uns, ob man Eltern weiter finanziell entlasten, die Kitagebühren ganz abschaffen sollte oder ob ein großzügigerer Betreuungsschlüssel helfen kann“, sagte sie und lief damit offene Türen ein. „Mehr Personal würden sich sicher alle Kitas wünschen. Doch schon jetzt ist es schwierig, qualifizierte Erzieher zu finden, die auch eine Heilerziehungsausbildung haben“, bedauert Astrid Klaußner.

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