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14.07.2017

Thüringer SPD-Spitzenkandidaten in Gera und Bad Köstritz

Carsten Schneider (2.v. l.) und Elisabeth Kaiser (4. v. l.) im Gespräch mit der Geraer SPD und interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Gera/Bad Köstritz. Über sein Engagement im Bundestag für mehr Gerechtigkeit bei den Netzentgelten zwischen den neuen und den alten Bundesländern und über die Elektrifizierung der Mitte-Deutschlandverbindung berichtete vor Bürgerinnen und Bürgern aus Ostthüringen am Freitag (14. Juli) in Gera der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider. Er und SPD-Bundestagskandidatin Elisabeth Kaiser für den Wahlkreis Gera-Greiz-Altenburger Land erläuterten die im SPD-Wahlprogramm vorgeschlagenen Steuerentlastungen für untere und mittlere Einkommen, das Rentenkonzept und die geplante Beitragsfreiheit für Bildung und Kindereinrichtungen. Die beiden Thüringer Spitzenkandidaten der SPD hatten zuvor die Köstritzer Schwarzbierbrauerei und die Energieversorgung Gera GmbH besucht. Beide Genossen nehmen wichtige Eindrücke von den Unternehmensbesuchen mit in den Wahlkampf. Elisabeth Kaiser: „Die Köstritzer Brauerei gehört zu den bedeutendsten Arbeitgebern in der Region. Ich bin beeindruckt von den haushohen Kesseln und modernen Technik der Brauerei. Besonders positiv aufgefallen ist mir die Tarifbindung des Unternehmens, die hier leider selten ist und der freundliche und verständnisvolle Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Dennoch ist auch in Köstritz der Fachkräftemangel zu spüren, ähnliches hörten wir im Azurit-Pflegeheim tags zuvor."

Sehr positiv nahmen Brauerei, vor allem aber auch die Geraer Energieversorgung die Nachricht Schneiders zur Neuregelung der Netzentgelte auf. Damit werden die bisher für Ostdeutschland ungerechten Preisstrukturen bereinigt. Besonders profitieren ostdeutsche Stromkunden sowie KWK-Anlagen, wie die in Gera.

In der Gesprächsrunde mit den Ostthüringer SPD-Mitgliedern wurden Fragen der europäischen Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik oder der schwierige Weg Griechenlands aus der Krise genauso angesprochen wie lokale Themen. Der Weggang junger Lehrer in Bundesländer mit besseren Bedingungen, das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung, die bereits spürbare Altersarmut oder die schwere Vermittelbarkeit alleinstehender junger Mütter in eine Arbeit wurden diskutiert. Elisabeth Kaiser berichtete von ersten Erfahrungen nach ihren Vorstellungsbesuchen in Kindereinrichtungen, Pflegeheimen und Unternehmen in Gera, im Landkreis Greiz und Altenburg. Carsten Schneider bekannte offen, dass er sich wohl eine bessere Ausgangssituation für die Wahl vorstellen könne, doch dass sich in den kommenden Wochen entscheide, wer zur Bundestagswahl gehe und für wen er dann seine persönliche Wahl treffe. Die SPD habe in den letzten vier Jahren ihr Wahlprogramm übererfüllt und klare Konzepte für eine gerechte Renten- und Steuerpolitik vorgelegt. Daran mangele es nach wie vor der Union. Mit der Forderung nach mehr Gerechtigkeit sei man auf dem richtigen Weg.